Mietminderung – ja oder nein ?

Ist etwas nicht in Ordnung, kommt schnell der Gedanke auf, die Miete zu mindern. Doch so einfach die Miete zu kürzen geht nicht, da der Gesetzgeber die Gegebenheiten und Situationen in denen eine Kürzung möglich ist, genau regelt. Dabei muss unbedingt erwähnt werden, dass sozial- und ortsübliche Gegebenheiten, eine Mietminderung nicht rechtfertigen. Darunter sind ortsüblicher Lärm, wie der Lärm des Nachbarn, der eine Landwirtschaft oder allgemeiner Verkehrslärm. Daneben ist der Lärm spielender Kinder ebenfalls kein Grund, die Miete zu kürzen.

Im Mietrecht gilt trotzdem das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme aller Bewohner eines Hauses. Dieses beginnt bei dem Persönlichkeitsrecht des einen Wohnungsbewohners und hört bei dem Persönlichkeitsrecht der Mieter der Nachbarwohnungen auf. Schließlich ist man genau genommen ein Teil einer sozialen Gemeinschaft. Das bedeutet, dass man nicht nur das Verhalten der Nachbarn als beanstandungswürdig beurteilen kann. Auch das eigene Verhalten kann dazu führen, dass es die Nachbarn aufstößt.

Wegen Mietminderung vor Gericht – holen Sie sich professionelle Hilfe

Gerade Mietkürzungen ziehen meist Streitigkeiten an sich, da der Vermieter das sich garantiert nicht gefallen lassen wird. In so einem Fall ist professionelle Hilfe in Form eines Fachmannwalt für Mietrecht in Berlin ratsam. Vor allem wenn der Vermieter dem Mieter Eigenverschulden vorwirft. Selbst verschuldete Ursachen, wie Schimmel aufgrund von unzureichendem Heizen oder Lüften, gehen zu Lasten des Mieters. Der Vermieter muss für Schäden, die durch sein Verhalten, seinen Besuchern oder seinen Familienangehörigen entstehen, haften. Bevor man als Vermieter eine Mietminderung durchsetzen möchte, sollte man sich unbedingt mit dem Mietvertrag auseinandersetzen.